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Was passiert, wenn urbane junge Leute am 1. August das Volkstümliche suchen? – Eine Nachlese, drei Steinwürfe später.

Für die aufgeklärte Schweizerin und den aufgeklärten Schweizer, die mit dem Willhelm-Tell-Mythos, dem ganzen Pathos um den Rütlischwur und dem immergleichen Floskelgedresche übereifriger Politiker nichts anfangen können, stellt der 1. August Jahr für Jahr ein kleines Problemchen dar. Was tun am Nationalfeiertag? Die Festlichkeiten einfach ignorieren? Schon zwei Wochen im Voraus beim Chinesen um die Ecke reservieren, Nudelsuppe schlürfen und Go spielen, bis der Zeiger die 12 passiert hat? Oder sich halt trotzdem unters Volk mischen? Wurst und Bier schmecken auch am 1. August. Man muss ja nicht zuhören.

Der Lappi ging in die Offensive und hat sich den Nationalfeiertag zum Anlass genommen, einmal der «modernen Folklore» auf den Grund zu gehen. Gibt es das Folkloristische überhaupt noch, wie wir es von den Geschichten von Heidi und dem Geissenpeter her kannten, oder hat tatsächlich eine Francine Jordi die Deutungshoheit über das Thema erlangt? Gibt es noch Orte, an denen sich die Menschen der Zukunft verweigern und leben wollen wie ihre Urväter? Und was geschieht an diesen Orten mit iPhone-schwingenden Städtern, die kaum mit den örtlichen Bräuchen vertraut sind? Werden sie freudig aufgenommen, oder ernten sie bloss böse Blicke, Hohn und Spott? Das Lappi-Team machte sich auf, Richtung Albis-Passhöhe, dem Ort, an dem heuer der vierzigste und zugleich letzte Albisschwinget stattfand.

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AL-Kantonsrat Matthias Frick strebt die Abschaffung der Sonder­behandlung reicher AusländerInnen an.

Die ZürcherInnen wollen sie nicht und die Alternative Linke Schweiz lanciert mit guten Chancen eine eidgenössische Abstimmung zur Abschaffung der Pauschalsteuer. Und auch bei uns in Schaffhausen kommt sie bald zur Abstimmung.

Trotz des Gegenwindes hat sich die bürgerliche Mehrheit der Schaffhauser Kantonsregierung, allen voran Finanzdirektorin Widmer, nicht nur darauf beschränkt, die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen, nein, sie hat der einfachen Forderung nach Abschaffung der Sonderbehandlung reicher Ausländer einen komplizierten Gegenvorschlag zur Seite gestellt, mit dem die Pauschalsteuer «optimiert» und «justiert» werden soll. Das zeigt deutlich, welche Angst die Bürgerlichen vor dem Gerechtigkeitssinn des Volkes haben. Dennoch, ungeachtet der Frage nach Gerechtigkeit, «über die zu diskutieren durchaus legitim sei», (O-Ton FDP-Vertreter) wollen die Bürgerlichen am Versuch festhalten, mit Ausnahmeregelungen im Steuergesetz einzelne Vermögende anzulocken.

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Alles ändert sich, und das immer schneller. Nur die Alpen und der sinnlose Zeitvertreib der Jugend trotzen jeder Veränderung.

Die freie Sicht aufs Mittelmeer ist im Zeitalter der Billigfluggesellschaften leicht zu haben. Billige Flüge ans sonnige Meer gibts schon ab 30 Franken. Und bald werden wir das Stranderlebnis im Wohnzimmer in der Schweiz erleben können, mittels 3D-Fernseher. Oder wir zaubern ein Hologramm des Mittelmeeres an den Himmel über dem Engiweiher und das Rauschen des Meeres hören wir live am Radio wie das Feuerwerk vom Rheinfall. Den Geruch des salzigen Meeres können wir uns bestimmt bald in den Varianten Ostsee, Pazifik, Totes Meer und Atlantik als iFeel App herunterladen. Wollen wir ausgefallenere Düfte, müssen wir zwei Franken zusätzlich bezahlen.

Früher, da war alles anders. Das Meer lag zwar in Reichweite, aber easyJet gab es noch nicht. Der Drang nach dem Exotischen war stark. Die jungen Schweizer wollten aus ihren Betonmauern ausbrechen. «Nieder mit den Alpen. Freie Sicht aufs Mittelmeer!», schrie die aufgebrachte Jugendbewegung der achtziger Jahre und rüttelte am zentralen Identifikationsmassiv der Eidgenossen – an Eiger, Mönch und Jungfrau. Das ist jetzt 30 Jahre her und die Alpen sind immer noch da, gewaltig, imposant, schattenwerfend.

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Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle wären wir für die Zukunft gerüstet, behaupten die Befürworter dieser radikalen Idee.

Im letzten Frühling haben sich zehn Leute aus der ganzen Schweiz und mit unterschiedlichem politischem Hintergrund an einen Tisch gesetzt. Ihr Ziel ist, ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz einzuführen. Da­niel Straub ist einer von ihnen: «Immer mehr Güter und Dienstleistungen werden heute in immer weniger Arbeitsstunden hergestellt», sagt der 42-jährige Luzerner. Dies habe zur Folge, dass die Volkswirtschaft wachse, während immer weniger Arbeit nachgefragt werde.

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Sportfans spüren den langen Arm des Gesetzes schon, bevor sie sich strafbar gemacht haben. Grund dafür sind neue «Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen». Diese Massnahmen tangieren auch den Datenschutz.

Seit dem 1. Januar 2007 können Polizei und Stadionbetreiber auf eine Hooligan-Datenbank (Hoogan) zugreifen. Die Datenbank ermöglicht die nationale Erfassung gewaltbereiter Fans – aber nicht nur dieser. Eine Verurteilung braucht es für einen Eintrag in der Hooligan-Datenbank keine, eine Anzeige genügt. Als Grund reicht ein Stadionverbot, das von privaten Stadionbetreibern ausgesprochen wird. Dass die Verbote nicht immer begründet sind, belegen zahlreiche Beispiele, die die Vereine Referendum-BWIS und fansicht.ch ins Netz gestellt haben. Ein Bericht der Wochenzeitung (WoZ) aus dem Jahr 2007 stützt die Einschätzung der beiden Vereine: Damals gingen die Ermittler davon aus, dass nur bei ungefähr dreissig Prozent der rund 450 Stadionverbote eine strafbare Handlung zugrunde liegt.

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Schaffhausen ist mit vielen Gemeinden zusammengewachsen. Doch oft stehen althergebrachte Strukturen im Weg. Das verdeutlicht ein Blick über den Rhein.

Mehr als 450 Jahre ist es nun her, seit Schaffhausen am Feuerthaler Rheinufer einen Wachturm errichtete. Dass dieser auch noch mit einem – Schaffhausen zugewandten – Bock verziert war, ist den Feuerthalern damals sauer aufgestossen. Heute gehören solche Sticheleien der Vergangenheit an. Doch dass die Zürcher Gemeinden «ennet em Rhy» trotzdem nicht mit Schaffhausen verschmelzen, wird klar, wenn man ihre Anbindung an den öffentlichen Verkehr betrachtet.

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