Der neue Erziehungsdirektor Christian Amsler erläutert die Stellung von Glauben und Wissenschaft an den Schaffhauser Schulen und hegt doch Sympathien für die Hochschulinitiative.
Herr Amsler, wie sehen Sie die Rolle der Religionen in der Schule? Christian Amsler: Religion hat immer mit Leben zu tun, daher ist es legitim, dass das in die Schule einfliesst. In unserer Gesellschaft gibt es verschiedenste religiöse Hintergründe. Wir müssen uns dem offen stellen und möglichst locker damit umgehen. Gerade bei der Religion prallen wirklich Welten aufeinander. Das ist eine Herausforderung, mit dieser Heterogenität professionell umzugehen.Der Erziehungsrat hat eine Empfehlung zur Dispensation an religiösen Feiertagen herausgegeben. Werden da nicht die konfessionslosen BürgerInnen ungleich behandelt?Wir haben gesagt, dass man als Eltern ein gewisses Recht hat, die Kinder aus der Schule zu nehmen. Aber wir haben die Hürde hoch gelegt, damit nicht Kreti und Pleti sagen kann: «Ja, jetzt ist halt Ramadan, jetzt gehen wir nicht in die Schule». Ungerecht finde ich das nicht, kann es doch auch andere, nicht religiös motivierte Dispensationen geben. Natürlich kann man sagen: «Es gibt Leute, die das nicht benutzen können». Das ist halt einfach so.
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