21. April 2012

21. April 2012
Für alle Lesefaulen in der Region Schaffhausen: Der Lappi kann ab sofort auch gehört werden. Hier eine Kostprobe mit dem Editorial der neuen Ausgabe. Realisiert wurde die Aufnahme von Philipp Lippuner. Besten Dank an dieser Stelle für den Einsatz!
Schaffhausen, 2012. Ein anonymer Freiheitskämpfer kämpft mittels Facebook und Twitter gegen die komplette Medienkontrolle. Er, der sich als Gegengift zum Verleger der «Schaffhauser Nachrichten» sieht und dem wachsenden Unmut gegenüber dem Titel des Meier-Verlags ein Ventil geben will, ist die neue Maske des Widerstandes: Jarbert Janinger. J wie Jihad, der lokale Bruder von V wie Vendetta.
Der neue Lappi ist gedruckt! Im Dossier geht es diesmal um die Schaffhauser Beizen. Und damit auch um die Beizenkultur, die in der Region seit 1000 Jahren besteht.
Der Lappi ist in der Fassbücherei an der Webergasse und in den unabhängigen Kiosken am Löwengässchen, an der Vorstadt und am Freien Platz erhältlich. Wenn Du das Magazin gerne regelmässig lesen möchtest, kannst Du es hier abonnieren.
21. Dezember 2011
Zeise – Gründungsmitglied und Kolumnist der Financial Times Deutschland – betrachtet den Finanzmarkt aus marxistischer Perspektive: Kapital ist sich vermehrendes Eigentum. Damit Eigentum sich selbst vermehren kann, muss es ein gesellschaftlich anerkanntes Zahlungsmittel geben. Damit ist Geld als Kern des Kapitalismus identifiziert. Für Marx war Geld eine Ware, die ihren Tauschwert durch Arbeit erhält, beispielsweise Gold, das in Minen abgebaut wird. Papiergeld und Geldanlagen waren für ihn kein Geld, sondern fiktives Kapital. Heute sind Schuldscheine zum offiziellen Zahlungsmittel geworden. Vom einfachen Bankguthaben bis zum komplexen Finanzprodukt sind alle Geldvermögen Kredite und erheben Anspruch auf einen Anteil am Profit. Kreditgeld ist dem Wachstumsbedürfnis des Kapitals angepasst. Im Gegensatz zur Goldproduktion kann die Kreditmenge beliebig ausgeweitet werden. Mit der wachsenden Kreditmenge steigt der Anteil des gesellschaftlich geschaffenen Mehrwerts, der an das Geldkapital abfliesst und der Anteil, der für den Konsum übrig bleibt, schrumpft. Es kommt zur Wirtschaftskrise.
21. Dezember 2011
Schweiz 5 bringt Sportereignisse wie Truck-Rennen, Astrologie- und Sexualberatungen sowie einige Talkformate politischen Inhalts, wobei überwiegend mit SVP-Politikern diskutiert wird. Schweiz 5 zu empfangen ist nicht schwer. Der Sender ist auf fast allen Digitalnetzen des Landes aufgeschaltet. Schweiz 5 zu finden ist schon deutlich schwerer. Das Signal kommt von irgendwo in Langenthal.
Dort angekommen, fällt auf: Es stinkt gewaltig. Nach verfaulten Eiern und Schlimmerem. Unmittelbar an den Bahnhof Langenthal Süd grenzt ein ausgedehntes Einfamilienhausquartier. Auf der anderen Seite sind die Kartoffelfabriken und irgendwo in der Nähe wohl auch eine Kläranlage. Aber wo ist Schweiz 5? Wir stehen vor einem riesigen, verglasten Neubau. Unten Autowerkstatt, oben Restaurant und Bowlingbahn. Ein Unterhaltungszentrum an der Peripherie.
21. Dezember 2011
Die Wahlen sind vorbei: Es ist Zeit für eine kleine Auswertung der Wahlprognosen, die uns die VertreterInnen der Schaffhauser Parteien vor den nationalen Wahlen zukommen liessen (siehe Lappi 7/September).
Die Nationalratswahlen boten keine Überraschung, das zeigen auch die Prognosen. Einzig Markus Bührer von den Jungfreisinnigen war der Auffassung, dass es einen Wechsel geben würde: Er glaubte, Christoph Schärrer (FDP) könnte Hans-Jürg Fehr (SP) den Sitz streitig machen, wovon er allerdings weit entfernt blieb. Bührer war es denn auch, der insgesamt am schlechtesten abschnitt und bei den Prognosen insgesamt um 49 Prozentpunkte daneben lag.
21. Dezember 2011
Schaffhausen ist eine gute Stadt für Homosexuelle. Das sagt Michael Läubli, der Präsident von Queerdom. «Das liegt wohl daran, dass der Einfluss der Kirche hier eher gering ist. In Schaffhausen hatten wir noch nie Probleme an unseren Aktionen, hingegen wurde ich in Luzern wie auch in St. Gallen – beides streng katholische Gebiete – arg beschimpft.»
Queerdom wurde 2008 unter anderem von Präsident Läubli und Pressesprecher Ronny Bien gegründet, nachdem die beiden fünf Jahre lang Szenepartys unter dem Namen « Schwöstere-Alaaarm» organisiert hatten. Der Verein sei einer der aktiveren in der Schweiz, wenn nicht sogar der aktivste, sagt Läubli. Queerdom habe in seiner noch jungen Geschichte schon einiges Aufsehen erregen können in der Szene. Mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und politischen Aktionen wie Unterschriftensammlungen – zuletzt für die Petition «Gleiche Chancen für alle Familien». «Auch in Schaffhausen braucht es Vereine wie uns, als Anlaufstelle für Probleme etwa, oder als Bindeglied zwischen den Mitgliedern und den verschiedenen Dachorganisationen», meint Läubli.
21. Dezember 2011
Die Rechtskomission des Ständerates hat sich vor kurzem für das Adoptionsrecht für alle erwachsenen Personen ausgesprochen. Sind Sie dafür, dass dies möglich sein soll?